Leitbild

Unser Leitbild: „Mitreden und handeln machen uns sichtbar”

 

 

Wer wir sind

  • Wir sind ein im Vereinsregister eingetragener Verein (e.V.).
  • Wir arbeiten frei und unabhängig.
  • Wir verfolgen unsere Ziele als gemeinnützige Non-Profit-Organisation, machen also keinen finanziellen Gewinn.
  • Wir sind eine Anlauf- und Koordinierungsstelle für jede Art der Gehörlosenarbeit.
  • Wir setzen uns ein für den festen Zusammenhalt der Gehörlosengemeinschaften und ihrer Mitgliedsvereine.
  • Wir vertreten die Anliegen und Interessen Gehörloser in München und den umliegenden Regionen.

Was wir wollen

  • Wir wollen vor allem Vorurteile abbauen. Denn wir sind in unserer Gesellschaft weder unsichtbar noch sprachlos.
  • Wir laden gehörlose Mitbürger ein, ihre Zukunft eigenverantwortlich und gemeinsam zu gestalten.
  • Wir wollen dazu beitragen, eine Gesellschaft zu entwickeln, in der sich jeder gehörlose Mensch in Verantwortung für sich und für das Gemeinwesen frei entfalten kann.
  • Wir bauen Brücken zwischen Hörenden und Gehörlosen.
  • Wir möchten verhindern, dass soziales Unrecht entsteht und uns aktiv an der Lösung sozialer und gesellschaftlicher Probleme beteiligen.
  • Wir klären die Öffentlichkeit über die besonderen Lebensbedingungen gehörloser Menschen auf.
  • Wir wollen erreichen, dass die Lebensqualität der Gehörlosen und Hörbehinderten steigt – in allen Lebensbereichen.
  • Wir fördern die kulturelle Zusammenarbeit von Gehörlosen und Hörenden.

Wir fordern generell für uns und die Menschen, die wir vertreten, ein Mitspracherecht bei Entscheidungen, die unsere Gehörlosenwelt direkt und indirekt betreffen.

So tragen wir mit hochwertigen Angeboten und kompetenter Beratung als umfassender Dienstleister auf allen Gebieten zur Steigerung der Lebensqualität bei.

 

Wir setzen uns ein für

  • gegenseitiges Verständnis von Hörenden und Gehörlosen
  • Integration von Gehörlosen und Schwerhörigen in die Gesellschaft
  • Aufklärung der Gesellschaft
  • Respekt und Akzeptanz unserer Situation
  • Selbstverwirklichung und Realisierung von Aktionen und unterschiedlichen Projekten

Wer uns dabei hilft

Zu uns gehören zahlreiche Selbsthilfegruppen:
Seniorenclub, Familientreff, Theatergruppe thow&show, Kulturzirkel, Initiative Gehörlosenjugend (IGJ), Taubblindengruppe.

Was uns wichtig ist

Wir wollen als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft begriffen werden.

Was wir konkret umsetzen wollen:

  • Errichtung eines eigenständig geführten Bildungsinstituts für alle Gehörlosen
    (Vorbild: Gehörlosenuniversität Gallaudet in Washington D.C./USA)
  • Vergrößerung des Gehörlosenzentrums mit Sportanlage und Theatersaal
  • zentrale Arbeitsvermittlungsstelle als eigenständige Arbeitsagentur für gehörlose Arbeitslose
  • Nachhilfebörse für gehörlose Schüler (Tutoren, Nachhilfelehrer)
  • Errichtung eines Medienzentrums
  • Professionelle Hilfe für Familien
  • Qualitätszertifizierung nach DIN-Norm
  • Untertitel für das gesamte Fernsehprogramm
  • Komplett-Dienstleistungsangebot mit:
    • 24-Stunden-Telefonvermittlungsdienst
    • Altenpflege
    • Zubringerdienst für Senioren
  • Errichtung einer Freizeitstätte für gehörlose Jugendliche

 

Geschichte

1901 Gründung „Zentralverband für das Wohl der Taubstummen Bayerns“.
Ziel ist dabei, Gehörlose mit „Rat und Tat“ und gegenseitigen finanziellen Hilfen zu unterstützen und ein „Taubstummenheim“ zu errichten. Dieser Zentralverband ist der Vorläufer des Gehörlosenverbands München und Umland.
1924 Die ersten „Weltspiele der Gehörlosen“ finden in Paris statt.
1927 Der Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands ReGeDe in Weimar wird gegründet.
1935-1945 Durch das nationalsozialistische Rassenhygieneprogramm im Deutschen Reich erfolgen Sterilisationen von Gehörlosen ohne deren Wissen und Einwilligung. Nach Erlass der Nürnberger Gesetze werden gehörlose Juden verfolgt und ermordet.
1951 Gründung des Weltverbandes der Gehörlosen (WFD) in Rom mit Mitgliedern aus 14 Ländern.
1951 Gründung des Deutschen Gehörlosen Bundes (DGB) in der Bundesrepublik Deutschland als Nachfolger des ReGeDe. Der erster Präsident ist Karl Wacker.
1953 Bernard Tervoort, ein niederländischer Pädagoge und Linguist, belegt den Wert der Gebärdensprache zur Kommunikation unter Gehörlosen.
1964 In den USA wird ein Fernschreiber als Vorfahre der Schreibtelefone erfunden.
1975 Beginn der systematischen Erforschung der Deutschen Gebärdensprache durch den Hamburger Linguisten Prof. Dr. Siegmund Prillwitz.
1977 Einzug in das Gehörlosenzentrum in der Muspillistraße, München-Unterföhring.
17. Oktober 1979 Mit verstärktem Wunsch nach Sozialbetreuung, Fernsehuntertitelung, Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen und generell mehr Bildung wird aus dem Zusammenschluss von sechs Münchner Gehörlosenvereinen zur Bündelung ihrer Interessen der „Stadtverband München für Gehörlose e.V.“ (Vorläufer des GMU) gegründet.
1979 Die Theatergruppe „THOW & SHOW“ (Theater ohne Worte) tritt erfolgreich als eine der ersten deutschen Theatergruppen auf, die sich ausschließlich der Deutschen Gebärdensprache bedienen.
1982 An der Universität Hamburg wird das Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser gegründet.
1984 Gründung des Kommunikationsforums „Kofo“, um Diskriminierung, verfehlter Schulbildung und Informationsmangel zu begegnen und Vorurteile, Missverständnisse und Schwellenängste abzubauen.
1987 Die Gesellschaft für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (GGKG) unter Leitung von Prof. Dr. Siegmund Prillwitz wird in Hamburg gegründet.
1996 Mit der Ausweitung des Zuständigkeitsbereiches über die Stadtgrenzen hinaus (unter Einbeziehung der Region 14) wird der Stadtverband in „Gehörlosenverband München und Umland e.V.“ (GMU) umbenannt.
1997 1. Deutsches Gebärdensprach-Theaterfestival (DEGETH) in München.
2001 Einzug in das neue Gehörlosenzentrum in der Lohengrinstraße 11, München-Oberföhring.
2001 3. Deutsche Kulturtage der Gehörlosen finden in München statt.
2001 Erstmalige Erwähnung der Gebärdensprache in einem deutschen Gesetz (Sozialgesetzbuch IX).
2002 Gesetzliche Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache als eigenständige Sprache durch das in Kraft getretene Bundesgleichstellungsgesetz für behinderte Menschen.
2003 Bayerisches Gleichstellungsgesetz tritt in Kraft.
2003 Europäisches Jahr der Menschen mit Behinderung mit Aktionsprogrammen.
2004 Der GMU feiert 25jähriges Jubiläum.
Mai 2010 Eine neue, barrierefreie Homepage wird Mitgliedern und Interessierten erstmals zur Verfügung gestellt.
2011 Die Gehörlosenzentrum feiert ihre 10 Jahre bestehen.
Juli 2012 Neue Homepage mit neue Gestaltung wird veröffentlicht.